V. In 70 Minuten über Milena Jesenská

Liebe Freunde, die Januarkolumne über tschechische Literatur könnte auf so manche Art beginnen. Zum Beispiel bilanzierend. Mit der Erwähnung, welches Buch auf den ersten Platz in der Umfrage der Tageszeitung Lidové noviny für das letzte Jahr geschafft hat. (Für die Neugierigen: es handelte sich um neuen Roman des südböhmischen Autors Jiří Hájíček, Dešťová hůl „Regenmacher“.)…

IV. Wer es mit der tschechischen Lyrik ernst meint

■ Schuld daran ist vielleicht November/Mit roten Pferden an seinen Rändern/lässt er uns erwarten, dass sich was ändere/dabei tut sich nichts von Vernunft/Außer Merkwürdigkeiten wie die Wahl von Trump/Anzeichen einer gar unrosigen Zukunft … Lassen Sie mich mit diesem nicht sehr geistreich engagierten Reim die späte Novemberkolumne eröffnen, in der ich mich dieses Mal auf…

III. Blatný und Halloween

Blätter in den Parks harken, welch eine beruhigende Arbeit. Hierhin und dorthin gehen und sich langsam zurückbewegen, / wie sich die Zeit zurückbewegt, wie sich die Weite zurückbewegt, / Nostalgisch, wie Marken auf Briefumschlägen. // Ich habe einen Brief gefunden, nur mit Bleistift geschrieben, / Vom Regen ausgelöscht, halb zerrissen. // O, Zeit der Briefe,…